2. Juni 2026
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Wer über eine Photovoltaikanlage nachdenkt, stellt sich früher oder später dieselbe Frage: Liefert mein Dach genug Ertrag, damit sich das Ganze rechnet? Maßgeblich sind dabei drei Größen: wohin das Dach zeigt, wie steil es ist und ob etwas Schatten darauf wirft. Aus diesen drei Faktoren ergibt sich, wie viel Solarstrom am Ende tatsächlich vom Dach kommt. Wir erklären Ihnen verständlich, worauf es ankommt, und warum sich heute auch ein nicht perfekt ausgerichtetes Dach lohnen kann.
Der spezifische Ertrag: die wichtigste Kennzahl
Ein Begriff vorweg: der spezifische Ertrag. Er gibt an, wie viel Strom eine Anlage pro Kilowatt installierter Leistung (kWp) in einem Jahr erzeugt. Bei guter Ausrichtung bewegt sich dieser Wert in Deutschland zwischen 900 und 1.150 Kilowattstunden pro kWp und Jahr. Im sonnenreicheren Süden des Landes werden eher die oberen Werte erreicht, im Norden pendelt sich der Durchschnitt bei rund 900 Kilowattstunden pro kWp ein. Eine sauber geplante 10-kWp-Anlage kommt damit je nach Standort auf etwa 9.000 bis 11.000 Kilowattstunden Strom im Jahr.

Die Dachausrichtung: Süden ist ideal, aber kein Muss
Am besten eignet sich in Deutschland eine Südausrichtung, weil die Module dann über den Tag die meiste Sonne abbekommen. Doch auch andere Himmelsrichtungen arbeiten heute wirtschaftlich. Eine Ost-West-Ausrichtung erreicht bei üblicher Dachneigung immer noch etwa 80 bis 85 Prozent des Südertrags. Der Vorteil dabei: Die Stromproduktion verteilt sich gleichmäßiger über den Tag, mit zwei Spitzen am Morgen und am Abend. Also genau dann, wenn in den meisten Haushalten am meisten verbraucht wird. Das hebt den Eigenverbrauch, der für die Wirtschaftlichkeit häufig stärker ins Gewicht fällt als der reine Jahresertrag.
Selbst ein nach Norden geneigtes Dach bedeutet nicht automatisch das Aus für eine Anlage, vor allem bei flacheren Dächern unter 30 Grad. Der Ertrag fällt hier zwar spürbar geringer aus, weshalb eine sorgfältige Einzelfallprüfung in diesem Fall besonders wichtig ist. Lassen Sie sich von Prozentwerten nicht verunsichern: 15 Prozent weniger im Jahr klingen nach einer Menge, machen bei einer 10-kWp-Anlage aber nur einen überschaubaren finanziellen Unterschied aus, der sich durch einen höheren Eigenverbrauch teilweise wieder ausgleicht.
Die Dachneigung: 30 bis 35 Grad sind optimal
Für eine Südanlage liegt der ideale Neigungswinkel zwischen 30 und 35 Grad. In diesem Bereich fällt das Sonnenlicht über das Jahr gesehen am günstigsten auf die Module. Abweichungen sind kein Beinbruch: Auch flachere oder steilere Dächer bringen weiterhin gute Erträge. Bei einer Ost-West-Ausrichtung sind flachere Dächer von 10 bis 15 Grad sogar von Vorteil, weil sich die Modulreihen weniger gegenseitig beschatten und mehr Streulicht einfangen. Auf einem Flachdach werden die Module ohnehin aufgeständert, sodass sich der Winkel frei einstellen lässt.
Verschattung: der unterschätzte Ertragskiller
Eine ungünstige Ausrichtung oder Neigung kostet nur moderat Ertrag, doch bei Verschattung sieht die Sache anders aus: Hier drohen erhebliche Einbußen. Wirft ein Baum, ein Nachbargebäude, ein Schornstein, eine Antenne oder eine Satellitenschüssel Schatten auf die Anlage, sinkt nicht nur an der betroffenen Stelle der Ertrag, sondern je nach Verschaltung können ganze Modulstränge in Mitleidenschaft gezogen werden. Heikel wird es vor allem dann, wenn der Schatten zur Mittagszeit fällt, also in den Stunden, in denen die Anlage eigentlich ihre höchste Leistung bringen sollte.
Es gibt jedoch eine Lösung: Mit moderner Technik lässt sich vieles auffangen. Leistungsoptimierer oder Mikrowechselrichter stellen sicher, dass ein einzelnes verschattetes Modul nicht den kompletten Strang lahmlegt. So holen Sie auch aus teilweise verschatteten Dächern noch deutlich mehr heraus. Welche Variante im konkreten Fall passt, ergibt sich aus den Gegebenheiten vor Ort und gehört fachlich bewertet.

Warum eine Begutachtung vor Ort entscheidend ist
Ein Onlinerechner liefert einen groben Anhaltspunkt, an eine fachkundige Prüfung am Objekt reicht er aber nicht heran. Erst direkt am Haus zeigt sich, wie Ausrichtung, Neigung, Schattenwurf und die nutzbare Dachfläche im Zusammenspiel wirken. Diese Aufgabe übernehmen die TÜV-zertifizierten Fachberater von Biber Photovoltaik: Wir kommen kostenlos zu Ihnen, sehen uns Ihr Dach genau an und erstellen eine belastbare Ertragsprognose. Darauf aufbauend planen wir eine Anlage, die genau zu Ihrem Dach und Ihrem Stromverbrauch passt, auf Wunsch samt Leistungsoptimierern, Stromspeicher und Wallbox.
Sie möchten erfahren, was auf Ihrem Dach drin ist? Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin oder ermitteln Sie mit unserem PV-Rechner eine erste Einschätzung Ihres Potenzials.
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